Stand-Up-Paddeln auf der Donau

Wichtige Regeln für ein gutes Miteinander

Stand-Up Paddelboard auf der Donau | Ist das erlaubt?

Die Donau ist eine Wasserstraße und somit ist es laut Wasserstraßenverkehrsordnung verboten Schwimmkörper einzusetzen (siehe ganz unten für Begriffserläuterung). Die Einordnung eines Stand-Up Paddleboards war lange Zeit nicht klar. Das Land Oö stellt jedoch im Frühjahr 2024 bei einem Treffen mit den Schiffsführerschulen klar: SUP´s zählen (genau wie Kajaks) zu den Ruderbooten und dürfen somit auf der Donau verwendet werden. Eine gute Nachricht also für alle Fans dieser Trendsportart.

Person mit StandUp Paddleboard auf der Donau

Bestimmungen | Worauf muss ich achten?

Um sicher mit dem SUP auf der Donau unterwegs zu sein ist es unumgänglich sich mit den geltenden Bestimmungen vertraut zu machen. Allem voran gilt es der Großschifffahrt (=Fahrzeuge >20m Länge) weitgehend und vorausschauend aus dem Weg zu bleiben. Achte bereits beim Ein- und Aussteigen darauf, dass du von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen wirst & suche vor allem mit den Schiffsführer•innen der Fähren im Bereich der Anlegestellen den Blickkontakt bevor du diesen Bereich befährst! Das Fährpersonal kann deine Kursänderungen nicht vorhersehen: Stelle sicher, dass die Fähre nicht gerade ablegt bevor du dahinter vorbeifährst & halte reichlich Sicherheitsabstand!

Im Bereich von Kurven und anderen unübersichtlichen Stellen gilt es am Rand zu bleiben und keinesfalls vor dem Bug eines Schiffes das Fahrwasser zu queren. Meist ist es auch ratsam in der Innenkurve zu bleiben, du findest dort eine geringere Strömung vor und bist nicht im Gefahrenbereich der stark nach außen driftenden Schiffe (Vorsicht bei großen Schubverbänden in der Außenkurve!). Gegenüber motorisierten Kleinfahrzeugen (= Fahrzeuge bis 20m Länge) sind Stand-Up Paddler bevorrangt. Jedoch darf auch hier keine Kollisionsgefahr durch unvorhersehbare Kursänderungen herbeigeführt werden.

 

Schubverband auf der Donau

Gefahren | Was kann passieren?

Wellenschlag durch die Schifffahrt kann für ungeübte SUP Fahrer•innen ein Risiko darstellen. Ein Perspektivenwechsel aller Beteiligten am Wasser erleichtert das Miteinander enorm. Gerade an belebten Sonntagen ist es nicht immer leicht mit dem Motorboot eine gute Spur auf dem Wasser zu finden ohne zu viel Wellen zu erzeugen: Das kann gelegentlich zu einem Slalomkurs führen... Je nach Wasserspiegelung und Farbenspiel zwischen Paddler•in und Hintergrund tauchen SUP´s manchmal erst spät im Blickfeld der Schiffsführer•innen auf. Kleide dich also auffällig und rechne vor allem bei flacher Sonneneinstrahlung zu den Abendstunden damit, dass du nur schlecht erkennbar bist für andere Verkehrsteilnehmer•innen.

Raum Linz/Ottensheim | Wind & Strömung

Was gibt es schöneres als mit der Fähre von Linz nach Ottensheim zu fahren und anschließend mit dem StandUp paddle zurück zu treiben? Es empfiehlt sich die Wind- und Wetterverhältnisse kurz zu überprüfen, denn bei Ostwind wird ein an sich gemütliches Unterfangen zur kraft- und zeitraubenden Ausdauerprüfung. Ein "mit der Strömung treiben lassen" ist dann je nach Windstärke nicht mehr möglich. Wenn der Wind gegen die Stromrichtung weht kann es auch zu einer unangenehmen Wellenbildung kommen: Für Anfänger•innen kann diese unter Umständen auch zum Kentern führen.

Fazit | Besondere Hinweise für das SUPen auf der Donau

Neben allgemeinen Hinweisen zum Stand-Up paddeln, die auf dieser Seite nicht behandelt werden solltest du folgende Punkte beachten...

  • Halte ausreichend Abstand zur Großschifffahrt
  • Suche den Blickkontakt mit dem an- und ablegenden Fährpersonal & halte reichlich Abstand
  • Bleibe tendenziell in der Innenkurve
  • Schulterblick vor Kursänderung
  • Achte auf Wellenschlag durch vorbeifahrende Schiffe
  • Kleide dich gut sichtbar & bleib wachsam
  • Informiere dich über Wind- und Wetterverhältnisse
  • Reserviere ggf. einen Platz auf der Fähre

 

 

ℹ️ Mehr Wissenswertes zur Schifffahrt auf der Donau erfährst du im Schiffsführer•innenkurs oder per Kontaktaufnahme 🙂